„Love on the Spectrum“, Staffel 2 – ein Kommentar

von | Jan 20, 2022 | Meinung | 0 Kommentare

Kurzversion in einfacher Sprache

In diesem Beitrag geht es um die Sendung „Love on the Spectrum“. 

Hier werden Menschen mit Autismus beim Dating begleitet. 

Sie bekommen Hilfe durch Freund:innen. Durch ihre Familie. Und durch einen „Beziehungs-Coach“.

Es ist gut, dass es so eine Sendung gibt. 

Es wird klar, dass jeder Mensch das Bedürfnis nach Nähe und Beziehungen hat. 

Die Sendung kann aber noch viel verbessern. 

Es gibt sehr viele Dating-Shows in den Medien. Die Formate sind vielfältig. Die Darsteller:innen der Sendungen sind auch sehr unterschiedlich. Es gibt auch Sendungen für behinderte Menschen die daten wollen. 

Wir bei Turtel finden es gut, dass es diese Sendungen gibt. In diesem Artikel schreiben wir über „Love on the Spectrum“ (nachfolgend als LotS abgekürzt). Das ist eine Dating-Sendung für Menschen mit Autismus. LotS ist eine australische Northern Picture-Produktion. Du kannst sie untern anderem auf Netflix sehen. 

In der Serie sind Menschen von 20 bis 30 Jahren. Diese Menschen suchen nach geeigneten Partner:innen. Du kannst sehen, dass die Diagnose Autismus vielseitig ist. Die Menschen haben unterschiedliche Vorlieben. Die Menschen haben auch unterschiedliche Herausforderungen. Du kannst die Darsteller:innen zu Hause sehen. Die Zuschauer:innen erhalten Einblick in das Familienleben. 

Die Menschen haben Unterstützung beim Dating. Jodi Rogers hilft Ihnen. Jodi Rogers nennt sich „Beziehungs-Coach“. Sie hilft beim Dating und bei Beziehungen. Sie ist Sexualforscherin und Beraterin. Sie arbeitet seit mehreren Jahrzehnten mit Menschen mit Autismus. Sie hat einen wertschätzenden Umgang. Jodi wirkt herzlich und gelassen.

Was uns an LotS gefällt:

  1. Die Darstellenden stehen im Fokus. Familienmitglieder und Freund:innen kommen zu Wort. Sie erzählen, wie sie die Datenden wahrnehmen und erleben. Die Menschen mit Autismus, die auf Partner:innensuche sind, haben den größten Redeanteil. 
  2. Die Serie vermittelt einen guten Einblick in das Autismusspektrum.. Menschen, die nicht auf dem Spektrum sind, erleben in den Begegnungen die Diversität der Diagnose. 
  3. Die Suchenden werden nach ihren Vorstellungen gefragt. Die Suchenden äußern, was sie sich von potentiellen Partner:innen wünschen. 
  4. Bei den potentiellen Partner:innen wird zunächst nicht thematisiert ob sie neurodivers sind, körperlich beeinträchtigt oder nicht. Sie werden immer auf die gleiche Art und Weise dargestellt. Es werden zwei Aspekte genannt, die die Person mag und zwei, die die Person nicht mag. 
  5. Queerness wird als Selbstverständlichkeit gelebt: Einigen der Darstellenden ist es wichtig, dass die potentiellen Partner:innen ein bestimmtes Geschlecht haben, für andere wiederum ist es fast eine Nebensache. Es wird transportiert, dass es in Ordnung ist, sich auszuprobieren. 

Was uns noch nicht so gut gefällt:

  1. Eine Serie über Autist:innen, produziert von Nicht-Autist:innen 
  2. Die Diagnose Autismusspektrumstörung steht im Fokus. Der natürliche Wunsch nach romantischen Beziehungen oder Intimität steht nicht im Fokus. 
  3. Die Art und Weise, wie die Darstellenden gezeigt werden, ist gkritisch zu betrachten. Die Charakterzüge und Interessen werden zum Teil überspitzt dargestellt. 
  4. Dating mit der Diagnose wird als per se herausfordernd dargestellt. 
  5. In der Serie wird keine einfache Sprache benutzt. 

Abschließende Worte:

Wir finden es gut, dass es Formate wie LotS gibt. Sendungen wie LotS machen sich die Sichtbarkeit von Behinderung zum Auftrag. Es gibt viele Dinge, die uns an LotS gut gefallen. Es gibt aber auch Dinge, die uns noch nicht so gut gefallen.

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Was bisher geschah

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Die Idee wird klarer: Bei unserer Bewerbung für Kickstart hatten wir erst nur eine grobe Idee von einer inklusiven und barrierefreien App.